Erntetricks:  


Die sogenannten "Grünen Bohnen" eignen sich - weil unreif geerntet - nur für die Küche, nicht aber für die Nachzucht.

Bohnen für die Nachzucht oder für Gerichte mit Trockenbohnen zu gewinnen, ist aber kein Problem.

Man muss nur warten, bis die Hülsen reif und rappeldürr sind. Bei Spätsorten wird das manchmal zum Problem. Üppig mit Hülsen behangene Pflanzen muss man u.U. vor dem ersten Frost nach einzelnen vorzeitig reifen Hülsen absuchen oder notfalls sogar halbreif ernten (Nachtrockung ist dann ganz wichtig!).

Den trockenen Hülsen entnimmt man die Kerne (bei manchen fadenlosen Sorten ist das manchmal Strafarbeit!), lässt sie noch an einem luftigen und warmen Ort zu nachtrocknen liegen und verschließt sie schließlich zur längeren Aufbewahrung am besten in einem luftdichten Marmeladeglas.

Achtung!

(1) Der hermetische Verschluss in einem Glas oder einem anderen festen Behälter ist notwendig wegen der Käfer, die Ihre Bohnenkerne früher oder später heimsuchen werden. Und wenn dann eine Partie käferverseucht ist, greift diese Plage wenigstens nicht auf saubere Bestände über. Durch Papiertüten, Plastikfolie usw. beißen sich die Käferchen mühelos durch!!

(2) Falls Ihre Kerne nicht hinreichend nachgetrocknet sind (man sieht das leider nicht!) und Sie sperren sie so in das luftdichte Glas ein, fangen sie an zu schimmeln und werden unbrauchbar.

Bohnensamen halten sich bei kühler und trockener Lagerung in der Regel bis zu maximal 6 Jahre (Sojabohnen maximal 4 Jahre!). Danach geht ihre Keimfähigkeit schnell gegen Null.